Die Stadt Augsburg hat für die maroden Jugendhäuser in Augsburg einen Generalsanierungsplan bis 2020 erstellt. Damit erfüllt sich einer der Hauptforderungen aus dem 80-Punkte-Plan der Aktion "Machs Einfach".
In der AZ erschien dazu folgender Artikel:
Nachdem die Häuser lange vor sich hin gammelten, hat die Stadt nun einen Generalsanierungsplan aufgestellt
Der Schock war groß, als das Jugendzentrum H2O im Jahr 2010 wegen Schimmelbefalls geschlossen werden musste. Der Betrieb läuft seitdem notdürftig in der oberen Etage des Gebäudes. Folge: Es kamen weniger Jugendliche – und das in dem sozial schwierigen Stadtteil Oberhausen, wo Jugendarbeit besonders nottut. Jetzt, über vier Jahre später, hat zumindest dieses Drama ein Happy End: Mitte Dezember eröffnet das „neue“ H20 in einem umgebauten Kindergarten an der Zollernstraße; das alte Gebäude an der Hirblinger Straße wird abgerissen. Der Fall H2O war allerdings nur die Spitze des Eisbergs, was die teilweise ziemlich heruntergekommenen Jugendzentren in Augsburg anbelangt. Immer wieder fehlte angeblich das Geld für Sanierungen und nur das Nötigste wurde veranlasst. Das soll sich ändern.
Der Jugendhilfeausschuss des Stadtrates behandelte jetzt einen Generalsanierungsplan für sieben Jugendzentren und die Geschäftsstelle des Stadtjugendrings. Bereits im kommenden Jahr sollen über 50000 Euro in Reparaturen investiert werden, die verhindern, dass die teils recht alten Gebäude Schaden nehmen. Danach sind zwischen 2016 und 2020 nochmals über 400000 Euro jährlich eingeplant, für Erneuerungen von Fenstern und Türen über Sanitäranlagen, Böden, Elektrik bis zu Außenanlagen. Sicherheitshalber gibt es zusätzlich ein Budget für „unvorhergesehene Maßnahmen“.
Die Prioritätenliste hat das städtische Bauamt nach Begehung und Untersuchung der Häuser erstellt. Sozialreferent Stefan Kiefer sagte: „Man kann die Augen nicht länger zumachen.“ Von den Maßnahmen profitieren die Jugendhäuser K15 (Bleichviertel), Lehmbau (Hochzoll), R33 (Kriegshaber), Fabrik (Lechhausen), Linie 3 (Pfersee), Oase (Rechts der Wertach) und die SJR-Geschäftsstelle am Schwibbogenplatz (Innenstadt). Keinen Bedarf gibt es für das relativ neue Jugendhaus Kosmos im Univiertel. Bis auf das Jugendhaus Lehmbau betreibt der SJR die Einrichtungen im Auftrag der Stadt. Für den Streetworktreff Café Unfug in Lechhausen favorisieren die Experten eine ganz andere Lösung, nämlich Neubau statt Sanierung. Heidi Hofstetter, Vorsitzende des Stadtjugendrings, bedankte sich im Jugendhilfeausschuss für die Pläne, denen der Stadtrat allerdings noch zustimmen muss: „Das ist eine große Herausforderung für die Stadt“, sagte sie.
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